Infopost Shanti DogViele Menschen sind überzeugt: Hunde können Angst riechen. Tatsächlich steckt mehr Wahrheit dahinter, als viele vermuten.

Angst verändert unseren Körper

Wenn wir Angst haben, aktiviert unser Nervensystem den Stressmodus. Dabei verändert sich unter anderem die Zusammensetzung unseres Schweißes. Hunde können diese feinen Geruchsveränderungen wahrnehmen. Je nach Rasse besitzen sie bis zu 300 Millionen Riechzellen und verfügen damit über einen außergewöhnlich feinen Geruchssinn.

Was sagt die Wissenschaft?

Eine Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigte, dass Hunde zwischen menschlichem Angstschweiß und neutralem Geruch unterscheiden können. Die Hunde reagierten auf den Angstgeruch unterschiedlich: Manche waren vorsichtiger und zögerten, andere suchten sogar schneller den Kontakt.

Die Ergebnisse zeigen, dass Hunde Angst zwar wahrnehmen können, ihre Reaktion darauf jedoch nicht bei jedem Hund gleich ist.

Mehr als nur der Geruch

Hunde orientieren sich nicht allein am Geruch. Sie nehmen gleichzeitig unsere Körpersprache, Mimik, Muskelspannung, Atmung und unseren gesamten emotionalen Zustand wahr. Aus all diesen Informationen entsteht für den Hund ein Gesamtbild.

Ob ein Hund gelassen, vorsichtig oder unsicher reagiert, hängt außerdem von seinen Erfahrungen, seiner Genetik, seiner Sozialisation und seinem eigenen Nervensystem ab.

Fazit:

Ja, Hunde können Angst riechen. Doch ihr Verhalten wird nicht allein durch den Geruch bestimmt. Sie reagieren auf den gesamten inneren und äußeren Zustand eines Menschen.

Aus meiner Erfahrung ist deshalb nicht die Angst selbst entscheidend, sondern die innere Stabilität. Je ruhiger und sicherer unser eigenes Nervensystem ist, desto mehr Orientierung und Vertrauen können wir unserem Hund vermitteln.